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Hier finden Sie Informationen, Aufklärung und Fragen zu den zwei größten deutschen Sekten, der katholischen und der evangelischen.

Kannibalismus am Altar ?

Soll man seinen Glauben eigentlich ernst nehmen können? Es gibt zwei Möglichkeiten: Man nimmt ihn nicht bzw. weniger ernst. Weshalb sollte man sich dann aber diesem Glauben dazugehörig zählen und Kirchensteuer zahlen? Oder man nimmt ihn ernst. Dann haben jene, welche dies tun, jedoch ein weiteres ernstes Problem. Dazu ein Beispiel:

Kannibalismus am Altar:
Wer den Kirchenglauben ernst nehmen will, muss nämlich glauben, dass der Priester am Altar durch bestimmte Worte ("hoc est enim corpus meum", woraus der Ausdruck "Hokus Pokus" entstanden ist), die Hostie und den Messwein real in das Fleisch und Blut Christi verwandelt. Nur der äußere Anschein bleibt, während "wahrhaft, wirklich und substanzhaft der Leib und das Blut des ganzen Christus enthalten" sei (Katechismus)
Wer daran nicht glaubt, ist seit dem Konzil von Trient im Jahr 1551 ewig verdammt. Ebenso, wer nicht daran glaubt, dass bei jedem Messopfer Christus durch den Priester sein Kreuzesopfer wiederholt - Tag für Tag, Jahr für Jahr, Jahrhundert für Jahrhundert, obwohl er doch auch nach dem Glauben dieser Kirche längst auferstanden ist.

Auch diese rituelle Wiederholung des Opfertodes Jesu im katholischen Kult der Eucharistie hat mit Christus nichts zu tun, sondern knüpft an frühzeitliche Opferkulte an, bei denen Tiere und Menschen geopfert wurden, um eine angeblich zornige Gottheit zu versöhnen.
Paulus pflanzte dieses heidnische Gedankengut dann dem werdenden Christentum ein: Jesus von Nazareth soll ein Blutopfer erbracht haben, um die Menschen von ihren Sünden zu reinigen. Diese grausame Vorstellung, dass Gott seinen Sohn als Schlachtopfer benötigt, damit die Menschen sündenfrei werde, war seit langen Zeiten Gemeingut der meisten heidnischen Mysterienreligionen.

Den Höhepunkt des Mysterienkults heidnischer Prägung bildet die Kommunion, bei der Priester und Gläubige das Fleisch und Blut Christi essen und trinken, nicht anders, als dies im Mithras- und Osiriskult üblich war. Die Vorstellung, das Fleisch eines Gottes zu essen, hat einen kannibalischen Ursprung. Heidnische Priester aßen einen Teil aller Opfer, auch Menschenfleisch, weshalb das Wort Kannibale ja auch auf das Wort chana-bal, d. h. "Baals-Priester" zurückgeht. Auch die Blutmystik des Karfreitag ist sowohl mit dem Osiriskult als auch mit dem Attiskult verwandt. Denn auch dort gab es einen "Bluttag", an dem man das Bild des gestorbenen Gottes an einen Pfahl heftete und herum trug. Im Kirchenchristentum hat sich dieser Kult mit dem Korpus am Kreuz verewigt. Man hat sich so an diesen Kult gewöhnt, dass es nur wenigen auffällt, dass man mit der Zur-Schau-Stellung des toten Mannes am Kreuz eigentlich den auferstandenen Christus verhöhnt.


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