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Ein
Stammbaum des Verbrechens
- Die Beurteilung eines
Historikers
- Projektionen eigener Vergehen auf andere
- Völkermord und Terror bis in die heutige
Zeit
Der bekannte Historiker Karlheinz Deschner
schrieb: "Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte der
Kirche des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und
Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine
Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so
scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die christliche Kirche,
ganz besonders die römisch-katholische Kirche." (In: Die
beleidigte Kirche, Freiburg 1986, S. 42 f.)
Es wird gelegentlich eingewandt, dass sich die Kirche
"entschuldigt" habe und sich geändert habe. Doch das Schuldbekenntnis
war nicht ehrlich (siehe z. B. den
Offenen Brief der
Freien Christen an den Papst) und die kirchliche Inquisition
hat sich nur dem Zeitgeist angepasst (siehe dazu z. B.
das Interview mit Professor Dr. Hubertus Mynarek)
Projektionen
eigener Vergehen auf andere
"Streng hierarchisch gegliedert, nach innen und außen
totalitär, macht- und geldgierig, mysteriösen Kulten huldigend
und mit einem unfehlbaren Guru an der Spitze" - das sind die
gängigen Attribute einer Sekte, wie sie von kirchlichen Sektenbeauftragten
immer wieder dargestellt werden. Doch auf keine Organisation trifft diese Charakterisierung so
vollkommen zu wie auf die römisch-katholische Kirche.
Umgekehrt erweisen sich die kirchlichen Vorwürfe an religiöse
Minderheiten vielfach als böse Verleumdungen und letztlich als
Projektionen eigener Abgründe auf andere. Wenn die Kirche also
anderen Gemeinschaften falsche Vorwürfe macht, dann lenkt sie damit
vor allem von ihren ungesühnten scheußlichen Verbrechen in der
Vergangenheit und von ihren Vergehen in der Gegenwart ab (z. B.
Sexualverbrechen von Pfarrern und Priestern). Sie spielt sich als
moralische Instanz auf und versucht, sich in ein besseres Licht zu
stellen. Dabei hat sie nur die alte Inquisition wieder belebt und
führt sie mit modernen Mitteln (z. B. Rufmord mithilfe der
Massenmedien) durch. Doch Sexualverbrechen und Inquisition sind
nicht ihre einzigen "Makel".
Völkermord und Terror bis in die
jüngste Zeit
"Die kirchliche Verstrickung in Verbrechen
reicht bis in die jüngste Zeit: Man denke etwa an die Ermordung
von hunderttausender orthodoxer Serben Mitte des vorigen Jahrhunderts unter maßgeblicher Beteiligung katholischer
Geistlicher und stillschweigender Duldung des Vatikans; oder an
die Massaker in Ruanda, an denen katholische Priester und Nonnen
beteiligt waren und inzwischen wegen Völkermordes verurteilt
wurden; oder an die Verbrechen katholischer und protestantischer
Fanatiker in Nordirland, die Tausenden von Menschen das Leben
kosteten. Hinzu kommen zahllose Kriege weltweit, zu denen die
Kirche wie immer ihren Segen gibt." (Aus der Gratis-Broschüre
"Eine dämonische Sekte"
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